Der 8. Dezember ist KRIMITAG!

Featured

Friedrich GlauserInternational, simultan und karitativ!
Der 8. Dezember ist der Todestag von Friedrich Glauser (1896-1938), Namenspatron der renommiertesten deutschsprachigen Krimipreise, die jedes Jahr vom SYNDIKAT, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, vergeben werden. Ihm zu Ehren veranstaltet das SYNDIKAT jedes Jahr den KRIMITAG, bei dem Lesungen, Diskussionen und Veranstaltungen aller Art von und mit deutschsprachigen Krimi-Autorinnen und Krimi-Autoren stattfinden. Ob Bestsellerautoren, Lokalgrößen oder Newcomer, alle sind sie beim KRIMITAG dabei, organisiert von den jeweiligen regionalen Stammtischen.

Der erste Krimitag war ein grandioser Erfolg und alle Beteiligten hatten einen großen Spaß. Schon jetzt laufen die ersten Vorbereitungen für den nächsten Krimitag an. Mit dabei sind diesmal außerdem Berlin und Leipzig, … und sicherlich werden es noch mehr Städte, die mitmachen möchten.
Wir freuen uns!

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Beim ersten KRIMITAG
- am 8.12. 2011 -
waren es folgende Tatorte:

Bamberg (8.12.),
Bern (7.12.),
Bremen (8.12.),
Dußlingen/Tübingen (8.12.),
Essen (8.12.),
Hamburg (8.12.),
Köln (8.12. bis 11.12.),
München (8.12.),
Wien (8.12.),
Wiesbaden (8.12.),
Zürich (8.12. und 9.12.).

Kriminacht in Hamburgs Sonnenseite

Von li hintere Reihe: Gunter Gerlach, Doris Gercke, Regula Venske, Eva Almstädt, Michael Koglin, Anke Gebert, Marina Heib, Tatjana Kruse
Vorne: Jürgen Ehlers, Nina George
Foto: © Anders Balari

Tatort:
Café Sonnenseite, Weidenallee 24 – Hamburg (U2 Christuskirche).

Ein Toupet, zehn Bestseller und ein gemeiner Raub!
Wir sind die zehn-unter-elf, die Dunklen Gestalten in Hamburgs Sonnenseite (Weidenallee 24, Rauchen erwünscht, Champions-League-Übertragung l.i.v.e), wir sind die nördlichste Splittergruppe des Syndikats. Und wir taten es für Glauser. Und wegen des Geldes. Vor allem jenes, was mit den Eintrittskarten gespendet wurde –
Danke, liebes Publikum, auch für das Trinkgeld an Abkassierer Arndt (hat *nicht* bei Fatih Akin gespielt. Sieht nur so aus).
Neun Autorinnen und Autoren lasen je unter elf Minuten, life ausgelost und durch¬moderiert von No.10, DeLiA-Preisträgerin und Weihnachtsmützensammlerin Nina Deathlady George:

Jürgen ‘Der mit den Steinen spricht’-Ehlers nahm das rauchende, trinkende, höchst erregbare Publikum mit in ein amüsant-bösartiges Schiffe-versenken-Spiel in einer Dreiecks-Beziehung (Aus: „Hamburg mobil“. Mit Frauen kennt er sich aus, unser Eiszeitexperte). Mister Heavy Metal Michael Koglin ließ einen Jungen auf der Pathologie-Wanne auferstehen (Haare¬stramm¬steh-Rekord! Gelesen aus dem frisch erschienenen „Blutteufel“). Die Bella-Block-Erfinderin und Königin des Politkrimis Doris Gercke trug eine kristallin-klare Kurzgeschichte vor: was passiert, wenn eine Frau ihren Mann verliert. An einen anderen Mann…
Drehbuchautorin Marina The Knife Heib (beherrscht dank Kranken¬hausserien-Erfahrung Luftröhren¬schnitte mit dem Steakmesser) brachte die Sonnenseite zum Kratzen, Knispeln und Jucken, während sie genussvoll „Stellen“ aus ihrem aktuellsten Thriller Parasiten vortrug. Anke Capitana Gebert, Biografin, Schiffsschreiberin und Trägerin des Literaturförderpreises der Stadt HH, legte nach mit dem „Maßband-Casanova“ aus der Biografie „Die Straverteidigerin“, dessen Fadenspiel zum Strick wurde…
Die Queen of Crime Comedy Tatjana The Krimikruse Kruse aus Schwäbisch-Hall verzauberte mit einem sexy sechs-Minuten-Shortie über Kondombetrüger Marko Z. (Nadel, Faden, Hackebeil) und einer Beschreibung von Sex ohne Sex. Publikum: Gniggeln, giggeln, kullerndes Gelächter. Auch Groteskikone Gunter „DER Gerlach“ (erfand Ed von Schleck und den „Literaturquickie“,jeden Mittwoch für nur 17 Minuten, im Feldstern) knetete das humorgierige Zuhörergehirn gewohnt herrlisch mit seiner Anthologie Von Mädchen und Mördern. Eva Blondes Gift Almstädt hatte mit dem 8ten Pia Korritki-Fall im Gepäck (Düsterbruch) von Maden, Küchentisch-Unfällen und verschworenen Dörflern zu erzählen, und Regula Bloody Mary Venske schickte uns in die Orkan¬geschüttelte Nacht hinaus, mit einer heiterfiesen Kurzgeschichte aus Gepfefferte Weihnachten. Was genau passiert, wenn sieben Damen einen Weihnachtsmann in der legendären Isestraße ans Balkongitter fesseln…

Getombolat wurde nach dem Prinzip: Wer gewinnt, darf sich ein Päckchen aussuchen (ohne zu wissen, was drin ist. Man hörte, es seien Krimis. Es gab spitze Schreie und La-Ola-Wellen). Als Glücksfee sowie Glücksfarn dienten u.a. Jürgen Ehlers, Gert aus Mettmann, Arndt vonner Kasse und ein paar lecker Berliner nebst Hamburgerinnen. Den Hauptpreis – zehn signierte Bücher der AutorInnen, ein selbtklebendes Brusthaartoupet sowie eine handgebissene Packung Pistolennudeln – gewann Tom aus Oklahoma. Er zog das Toupet direkt auf der Bühne an. Über sein eigenes… Ob das der Moment war, in dem ein feiger Dieb die Büchertasche von Frau Venske raubte (Wert: 98,90 €)? Wer immer es auch war: Die Augen mögen Ihnen heraus fallen, die Seiten Ihre Haut aufschlitzen! Buchfluch komm’ über ihn!
Aber sonst: Schön wars! Rumble in the Night!
Friedrich Glauser verstarb übrigens am Vorabend seiner Hochzeit. Er war Poet, Lyriker, und der erste deutschsprachige Kriminalschriftsteller. Wir vermissen ihn.
Nina George

  • Alles aus der Sicht der e-Reporterin Laila Mahfouz und “431verstärker!”,
    sowie jede Menge Beweisfotos von Anders Balari hier >>
     

 

Krimi-Blues in Dußlingen

Von li nach re: Silvija Hinzmann, Doris Sturm, Jürgen Sturm, Veit Müller und Sybille Baecker

Tatort: Mediothek Dußlingen, Bahnhofstraße 12 – Dußlingen (bei Tübingen)

Für einen Abend reihte sich das kleine Dußlingen (bei Tübingen) in die Liste der Krimi-Hochburgen München, Köln, Hamburg, Bern, Zurüch, Wien ein. Am 8. Dezember, dem Krimitag des Syndikats, lasen in der dortigen Mediothek Sybille Baecker aus “Eisblume”, Silvija Hinzmann aus der Anthologie “Mördchen fürs Örtchen” und Veit Müller aus “Tübinger Blues”. Und Jürgen Sturm (Gitarre) und Mary Jane (Cajon) sorgten für die Musik (Neil Young, Kinks, Pink Floyd, Beatles etc.). Die Mischung Lesung mit Musik kam an, die Stimmung war toll, das Publikum begeistert. Dank an das Team der Mediothek, das so prächtig mitgespielt und für die Bewirtung gesorgt hat. Dank auch an Bürgermeister Hölsch, der die Veranstaltung eröffnete.
Veit Müller

  • Ausführlicher Bericht im Schwäbischen Tagblatt hier >>

Zwei Serienmörder in Zürich (und ein Kritiker)

Der 8. Dezember ist der Todestag von Friedrich Glauser (1896-1938). Die deutschsprachigen Krimiautoren, zusammengeschlossen im Syndikat, haben den 8. Dezember zum KRIMITAG erkoren.

Im Rahmen der Dezemberbücher 2011 erweisen wir dem großen Meister die Referenz: Zwei packende Kriminalromane um Serienmörder, die ihre Opfer zu Engeln machen.

Nina Maria Marewskis Thriller (Die Moldau im Schrank) um eine Frau, die in der Parallelwelt ihrem Mörder begegnet, lässt das Blut in den Adern gefrieren und ist trotzdem eine berührende Liebesgeschichte.

Stephan Pörtners fünfter Köbi-Krimi (Stirb, schöner Engel) führt zurück, tief in die Siebziger Jahre, und treibt die Geschichte in atemberaubender Schönheit bis zu ihrem Showdown im heutigen Zürich. Dazu: Suppe, Brot und Wein.

donnerstag, 8.12.2001,
19 Uhr
dezember bücher
der monatsbuchladen
bleicherweg 21
8002 Zürich

9.12. – Krimi-Night mit Thomas Wörtche

Nachgedanken zum Krimitag – Kriminalliteratur ist weit mehr, als die aktuellen Bestseller-Listen ahnen lassen. Sie kommt aus aller Welt, sie reicht vom Psycho-Thriller-Kammerspiel bis zum Polit-Thriller. Sie kann seit Dashiel Hammetts Zeiten Weltliteratur sein. Viele ihrer wichtigsten Texte sind in den drei Zürcher Verlagen Diogenes, Rotpunkt und Unionsverlag metro erschienen. Metro-Gründer Thomas Wörtche – der Krimikritiker im deutschen Sprachraum – lädt zur vorweihnachtlichen Weltreise durchs Genre ein. Moderation: Michel Fries | Unionsverlag

freitag, 9.12.2001,
19 Uhr
dezember bücher
der monatsbuchladen
bleicherweg 21
8002 Zürich

Bern blutrot

.

von li nach re: Mitra Devi, Paul Ott, Barbara Saladin, Nicole Bachmann, Sunil Mann, Roger Strub

Tatort:
Breitsch-Träff, Breitenrainplatz – Bern Breitenrain

Blutrot war weniger die dominierende Farbe an diesem frühe Mittwochabend, sondern das Grau der tief liegenden Wolken und die hereinbrechende Dämmerung, als wir uns im Breitsch-Träff zusammenfinden: Nicole Bachmann, Mitra Devi, Paul Lascaux, Sunil Mann, Barbara Saladin und Roger Strub, die Abgeordneten des Schweizer Krimistammtischs. Dann bricht das Sturmwetter über uns herein, Windböen treiben Regenwände vor sich her und halten die Leute davon ab, noch einmal die gemütliche Wohnung zu verlassen.
So unterhalten wir uns gegenseitig, unterstützt von einem knappen Dutzend unerschrockener Zuhörerinnen und Zuhörer, die einen abwechslungsreichen Leseabend verbringen. Ein kleines Klassentreffen sozusagen, konzentriert und einfallsreich, dem es an Aussenwirkung mangelt. Friedrich Glauser wäre bestimmt mit dabei gewesen, „Mattos Reich“ liegt ja schliesslich in der Nähe, ebenso die Gartenbauschule aus dem „Chinesen“. Die Gegend ist durchdrungen von seinen Geschichten um Wachtmeister Studer. Wir hoffen, wir konnten diesem schwer wiegenden Erbe gerecht werden.

Kölner Krimitage – das volle Programm

von li nach re: Hedwig Neven DuMont, Peter Demant, Edgar Franzmann, Ina Coelen, Volker Dombrowski und Frank Überall von der “OASE”, Volker Streiter (verdeckt), Oliver Buslau, Guido M. Breuer, Nadine Buranaseda, Jan Bergrath, Andreas Izquierdo, Christina Bacher und Gisa Klönne.

Fotos von den Kölner Krimitagen:
Fotos von Donnerstag, 8. Dezember 2011
Fotos von Freitag, 9. Dezember 2011
Fotos von Samstag, 10. Dezember 2011
Fotos von Sonntag, 11. Dezember 2011.

Tatort: Lesezelt vor dem Museum Ludwig – Köln

Wie viele Menschen passen in ein Beduinen-Zelt? Um das herauszufinden, musste man am 8. Dezember nicht in die Sahara, es reichte ein Ausflug nach Köln. Vor dem Museum Ludwig war ein Beduinen-Zelt aufgebaut, in das eine mörderisch-kriminelle Gruppe die Menschen in Scharen hineinlockte und zum Schaudern und Schwitzen brachte. Die Täter arbeiteten mit heimtückischen Tricks, gruseligen Geschichten und narkotisierenden Getränken wie Glühwein und merkwürdigen Speisen wie Weihnachtsbratwurst mit Rosmarin.

Klar, dass in so einem Fall auch jede Menge Ermittler auf den Plan traten, allerdings ausschließlich erfundene Kommissare. Denn die Veranstaltung im Lesezelt waren die ersten Kölner Krimitage, organisiert vom rheinischen Stammtisch des Syndikats, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur. Start war am Donnerstag, dem 8. Dezember, dem internationalen Krimitag. In Köln wurde aus dem einen Krimitag gleich ein ganzes Festival, das bis zum Sonntag, dem 11. Dezember dauerte.

Insgesamt 47 Autorinnen und Autoren lasen für einen guten Zweck: Die Einnahmen gingen an die OASE, eine Kölner Obdachloseninitiative. Zur Spendenübergabe erschien OASE-Vordstandsmitglied Frank Überall mit Obdachlosenzeitungsverkäufer Volker Dombrowski, die anwesenden Autorinnen und Autoren waren zufrieden, dass ihre Zelt-Aktion auf so großen Zuspruch stieß.
Edgar Franzmann
In Köln wurde aus dem ersten KRIMITAG gleich ein ganzes Krimifestival: Die Kölner KrimiTage. Vom 8. bis zum 11. Dezember präsentieren 47 Autoren ihre Werke – und sammeln für einen guten Zweck. Die kompletten Einnahmen gehen an die Kölner OASE, die sich für die Belange von Menschen in Wohnungsnot, vor allem aber von Menschen ohne festen Wohnsitz einsetzt.

Das Kölner Krimi-Festival findet statt im Lesezelt auf dem Heinrich-Böll-Platz am Museum Ludwig, auf der Rückseite des Kölner Doms.

Das Festival versammelt Stars der Krimi-Szene genau so wie Nachwuchsautoren. Die Glauser-Preisträger Gisa Klönne, Horst Eckert und Judith Merchant stellen ihre topaktuellen Werke vor, Hedwig Neven DuMont liest aus ihrem Debüt-Roman “Backgammon”, es gibt spezielle Lesungen für Kinder, weihnachtliche Lesungen und mörderische Chansons. Continue reading

Krimitag in Bremen

René Paul Niemann, re.: Ella Danz

Tatort: Krimibibliothek Bremen, Am Wall 201, 28195 Bremen

Der Krimitag wurde in Bremen stilecht in der Krimibibliothek im ehemaligen Polizeihaus am Wall begangen. Auf dem roten Sofa fanden sich die Krimischriftsteller Ella Danz aus Berlin und René Paul Niemann aus Bremen ein. Die Moderation übernahm Alexa Stein. Neben Auszügen aus den Werken beider Autoren gab es eine Diskussion zum Thema „Mord VERSUS Mehrwert“. Rund ein Drittel des Umsatzes mit belletristischen Büchern wird mit dem Krimi gemacht. Und seitdem die Verlage gemerkt haben, dass Leser es durchaus mögen, wenn man ihnen die Leiche direkt vor die Haustür legt, boomt der sogenannte Regionalkrimi. Doch auch dieser bekommt zunehmend Konkurrenz. Inzwischen gibt es Katzen-, Schaf-, Wein-, Friseur-, Gourmet-, Weihnachtskrimis und vieles mehr. Reicht der reine Mord heutzutage nicht mehr aus oder wie erklärt sich der Trend zum „Mehrwert“ im Kriminalroman?
Nach einer angeregten Diskussionsrunde stellte René Paul Niemann uns sehr atmosphärisch die Kindheit seines Serienmörders Albert Stahl aus „Der Mann vom Jahrmarkt“ vor. Ella Danz entführte uns mit Auszügen aus ihrem Roman „Ballaststoff“ in die Lübecker Bucht. Es war ein spannender und runder Abend, der allen viel Spaß gemacht hat.

Mord und Spiele in Wiesbaden

Patrick Pohl, Karsten Eichner, Gabi Scharfe, Eva Lirot, Christiane Geldmacher, Dietmar Schubert, Richard Lifka, Susanne Kronenberg, Bernd Köstering, Sybille Schröpel, Ana Bernadez, Hughes Schlueter, Andreas Toschka, Daniel Ritz
Foto: Stephan Schröpel

Tatort:
Buchhandlung Hugendubel, Kirchgasse 17 – Wiesbaden

Und der Kaiser rappt auf Hessisch 
Trotz des kurzen Vorlaufs von nur einigen Wochen war die Buchhandlung Hugendubel zur Benefizveranstaltung “Mord und Spiele” bestens besucht. Die Autorenvereinigung “Syndikat” hat zum ersten Mal den 8. November zum “Krimi-Tag” ausgerufen. Das Datum ist dem Todestag von Friedrich Glauser geschuldet, der in seiner Figur Wachtmeister Studer aus Bern den Vater aller Tatortkommissare geschaffen hat. In Wiesbaden moderierte Richard Lifka vom Autorenstammtisch “Dostojewkis Erben” eloquent einen Abend, bei dem ein Autorenkombinat von acht “mörderischen” Publizisten Kurzkrimis und Auszüge aus Romanen vortrugen. Um die Lesung, deren Erlös der Kurier-Aktion “ihnen leuchtet ein Licht” zufließt, aufzupeppen, hatte man das Improvisationsensemble “Restrisiko” dazu gebeten …
Keine Frage sorgt die Kombination aus Krimi und Impro für eine Riesengaudi.
Kathrin Schwedler (Wiesbadener Kurier)

  • Ausführlicher Bericht mit  Bilderstrecke von Hughes Schlueter hier >>

                  

 

Brutales Bamberg

von li nach re: Veit Bronnenmeyer, Friederike Schmöe, Dirk Kruse, Sigi Hirsch, Tessa Korber, Volker Backert, Luc Bahl, Thomas Kastura, Christian Klier, Josef Rauch, Anna Eichenauer und Arnd Rühlmann

Tatort:
nana theater im Club Kaulberg, Unterer Kaulberg 36 – Bamberg

 „Ich brauch nach meinem Tagewerk
Zur Erholung einen Leichenberg …“
Mit einem schwungvollen Gruselchanson eröffnete Krimiautor, Theaterdirektor und Gastgeber Arnd Rühlmann, unterstützt von der Musikerin Anna Eichenauer, den Krimitag in Bamberg. Das Kellergewölbe des nana-theaters war gut gefüllt, die Stimmung bestens. Friederike Schmöe und Thomas Kastura moderierten den Abend mal charmant, mal heiter-ironisch. Zehn fränkische Autoren hatten je acht Minuten Zeit für ein „Best of“ des Verbrechens. Sie nahmen das eingefleischte Publikum mit auf eine Tour de Force durch die Krimilandschaft von Coburg bis Nürnberg: Gleich mehrere Serienmörder trieben ihr Unwesen; skurrile Kommissare ermittelten, was das Zeug hielt; und tödliche Köchinnen luden ein zu Chili- und Hundefuttermenüs. Sigi Hirsch war der ungekrönte Comedy-König des Abends, als er im Geiste von Loriot die Absurditäten der Polizeiarbeit aufdeckte. Am Ende reichte der Leichenberg bis unter die Kellerdecke – und die Zuschauer freuten sich mit den Autoren auf den nächsten Krimitag 2012.
Thomas Kastura

Essen ist fertig

Von li nach re: Peter Märkert, Ursula Sternberg, Frauke Burkhardt, Arnd Federspiel, Gesine Schulz, Mischa Bach, Reinhard Jahn

Tatort: VHS Essen, Burgplatz 1 – 45127 Essen

Der Krimitag in Essen fing erst einmal mit einer Raumverlegung an – weil nach der großen Pressevorberichterstattung die Anmeldungen die Plätze im eigentlich geplanten Raum weit überschritten.
Also: ab in den Hörsaal der Volkshochschule am Burgplatz. Volles Haus mit 60 Gästen, darunter auch Adrienne Mans, mit über 90 Jahren Essens älteste Krimi-Autorin.
Dank der perfekten Vorbereitung von Christiane “back office” Dieckerhoff waren alle gespendeten Bücher und sonstigen Zutaten für die Lesung da.
Moderiert wurde der Abend von Reinhard Jahn und Mischa Bach – nach einer kurzen Vorstellung zum wer-wie-was-warum in Sachen Glauser ging es los mit Ursula “Nachtexpress” Sternberg, gefolgt von Arnd “Hängen im Schacht” Federspiel.
Dann ein Kurzinterview mit Renate Kreke von Bella Donna, der Drogenhilfe für Frauen und Mädchen (http://www.belladonna-essen.de/) an die alle Spenden und Einnahmen des Abends gingen. In der Pause reger Bücherkauf und ebenso rege Spendentätigkeit. Verantwortlich für den Büchertisch und die Verwaltung der Finanzen: Peter Märkert.
Nach der Pause gab es dann das “erste Mal” (auf der Bühne und vor fremden Leuten) für Frauke Burkhardt aus Bochum und abschließend launig-lustig vorweihnachtliches von Gesine (call me “Rudolph!”) Schulz.
Reinhard Jahn

Krimibühne Wien

Von li nach re: Andreas Pittler, die Krimibühne/Cafe-Rest. Wien Drei, Edith Kneifl, Lena Avanzini, Dr. Michael Lepuschitz (mit Ehefrau Elisabeth Lepuschitz)/Vizepräsident des Weißen Rings, Jutta Siorpaes, Claudia Rossbacher, Sabina Naber, Günter Zäuner
Fotos: Sabina Naber

Tatort: Krimibühne im Café-Restaurant Wien Drei, Marxergasse 7 – Wien

Andreas Pittler eröffnete gewohnt eloquent mit einem Rückblick auf Friedrich Glausers Leben und einer Kurzlesung aus dessen Werk “Wachtmeister Studer”, die wie alle offiziellen Beiträge des Abends via Livestream ins Internet übertragen wurden. Edith Kneifl las aus ihrem Glauser-preisgekrönten Roman “Zwischen zwei Nächten”, die Tiroler Autorinnen Lena Avanzini und Jutta Siorpaes aus ihren aktuellen Krimis. Nach kurzer Pause folgten Claudia Rossbacher, Glauser-Preisträgerin Sabina Naber und Günther Zäuner. Schlussendlich durfte sich der Ehrengast der Benefizveranstaltung, Dr. Michael Lepuschitz, Vizepräsident des Weißen Rings, über eine beachtliche Spende für das Österreichische Kompetenzzentrum Opferhilfe freuen.

Die KRIMITAG-Gäste der Wien Drei Krimibühne erlebten einen abwechslungsreichen Abend und genossen die persönlichen Gespräche mit den Krimiautorinnen und -autoren.
Claudia Rossbacher